Reproduktion

Thronender Christus Kalkstein, um 1220/30 Bayerisches Nationalmuseum München (Orginal)

Der "Thronende Christus" von Reichenbach um 1220/30

Die Skulptur ist wohl das bedeutendste Werk der romanischen Steinskulptur der Oberpfalz und lässt ahnen,welche Kunstschätze im ehemaligen Benediktinerkloster Reichenbach durch die Ungunst der Zeiten verloren gegangen sind.
Die Figur sitzt streng frontal auf einer Thronbank, unter den Füßen eine unregelmäßig sechseckige Platte, wirkt die auf einem Steinsockel aufgebrachte Christusfigur majestätisch.

Einst schlummerte die mit 128 cm fast lebensgroße Statue, wie es in der Überlieferung heißt, "in einer dunklen, hochgelegenen Nische" des Kreuzganges der ehemaligen Benediktinerabtei Reichenbach. Man schrieb das Jahr 1884, als Domvikar Dengler aus Regensburg sie dort entdeckte und verkaufte. Nach dem Brand im Jahre 1181 wurde der Kreuzgang samt den Konventgebäuden neu erbaut. In folge dieses Neubaus dürfte dieser Christus entstanden sein, der wohl nur den Rest eines großen Zyklus darstellt. Im Bayerischen Nationalmuseum wird die Skulptur folgendermaßen beschrieben: Bei der Christusfigur dürfte es sich um den einzigen Rest alter skulptureller Ausstattung des im Jahre 1118 von Mönchen aus dem hirschauischen Reformkloster Kastl besiedelten Klosters Reichenbach handeln. Mit erhobenen Haupt, den Blick geradeaus gerichtet, thront der Herr auf einer kissenlosen Bank, die Rechte vor der Brust in Segengestus erhoben. Mit der linken Hand stützt er das aufgeschlagene Buch auf das Knie. Auf dem bärtigen Haupt trägt er eine einfache Krone, die Füße sind unbeschuht. Die energische und ausgreifende Bewegung- die Beine sind weit auseinandergestellt, der rechte Ellbogen angewinkelt, fast zur Seite stoßend- entspricht der kraftvollen Gesamterscheinung. Im ursprünglichen Zustand war die Skulptur bemalt: grüne Bank, roter Mantel, braune Haare und rote Lippen. Der faltenreiche Mantel zeigt erstaunlich wenig tiefenräumliche Plastizität. Die Figur ist in der Breite entwickelt, um sich der Perspektive des Betrachters anzupassen. Denn sie war sicher einmal hochangebracht.

                                              Denkmalbrief

Anfertigung der Reproduktion


3D- Datensatz des Thronenden Christus, die dreidimensionalen Daten wurden berührungslos mit dem 3D- Laserscanner im Bayerischen Nationalmuseum erfasst

Thronender Christus - Reproduktion aus Donaukalkstein in Orginalgröße Filialkirche Reichenbach